Seit dem Jahresbeginn müssen Immobilien, die als Wohnraum genutzt werden, über einen sogenannten Energieausweis verfügen. Dieser fasst den durchschnittlichen Verbrauch von Energie der letzten Jahre zusammen. Doch welche Vorteile bringt das Dokument den künftigen Mietern?
Überblick über Energieverbrauch bekommen
Die Energiesparverordnung (EnEV) regelt die rechtliche Grundlage zur Einführung des Energiesparausweises. Einen solchen Ausweis der Immobilie können sich zukünftige Mieter oder Käufer von dem Besitzer vorlegen lassen. Den Interessenten soll dadurch ermöglicht werden, sich einen Überblick über die zukünftig entstehenden Energiekosten zu verschaffen.
Energiebedarf versus Energieverbrauch
Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Energieausweisen unterschieden. Ein Modell gibt den Energieverbrauch der Immobilie in der Vergangenheit an und das andere Modell führt den Energiebedarf auf. Der Energieverbrauch setzt sich aus dem Energieverbrauch des Objektes in den letzten Jahren zusammen. Der Energiebedarf muss hingegen aufwändig errechnet werden und ergibt sich unter anderem aus der Bausubstanz und der Wärmedämmung des Gebäudes. Zur Aufstellung des Energiebedarfs wird daher ein Experte benötigt.
Kritik: Ein Ausweis, der lediglich den Energieverbrauch dokumentiert, bezieht sich auf die individuellen Heizgewohnheiten der Vormieter und gibt den zukünftigen Mietern oder Käufern keinen genauen Richtwert für den zu erwartenden Energieverbrauch.