Nach Energiegesprächen: Putin fühlt sich hintergangen

Wladimir Putin droht der EU: Nachdem sich Vertreter der Europäischen Union und der Ukraine am Montag zu Energiegesprächen in Brüssel getroffen hatten, ohne Russland daran teilnehmen zu lassen, fühlt sich der russische Regierungschef Putin nun offenbar hintergangen. Putin betonte zwar, dass Moskau kein „schlechtes Verhältnis zur EU“ anstrebe, sollte er aber merken, dass Russlands Interessen ignoriert würden, dann sehe sich der Kreml gezwungen, die Beziehungen zu Europa “zu überprüfen”.

Die Gespräche zwischen der EU und Ukraine bezeichnete der Ex-Kremlchef als „sinnlos“: es bringe nichts, sich zu Verhandlungen über den Energietransport zu treffen, wenn der Lieferant – sprich Russland – nicht involviert wird. Ein Abkommen zu treffen ohne Russland mit einzubeziehen, sei „unseriös“, so Putin. Vertreter der EU wiesen hingegen Vorwürfe zurück, Putins Russland hintergehen zu wollen: Die am Montag unterzeichnete Erklärung zwischen der EU und der Ukraine, die auf die Gründung eines unabhängigen Gasnetzbetreibers abzielt, ändere nichts an Russlands Bedeutung für Europas Gasversorgung.

Trotzdem wird Putin nicht müde, seinen Standpunkt zu vertreten: Russland wolle „gehört werden“, erklärte er und untermauerte abschließend seine partnerschaftliche Haltung gegenüber vielen europäischen Energieunternehmen: „Wir kaufen in Europa Gastransport-Ausrüstung für 26 Milliarden US-Dollar“, zitiert das Greenpeace-Magazin den russischen Politiker online.

Eine Antwort hinterlassen