“Licht aus”-Aktion wird als Riesenerfolg gewertet

Als vergangenen Sonnabend, 28. März 09, in Hamburg abends um 20.30 Uhr plötzlich die Lichter ausgingen, war nicht etwa ein Kollaps des Stromnetzes Grund dafür, sondern die „Licht aus“-Aktion des WWF:Auch die Skyline der Hansestadt erstrahlte für einmal nicht in hellen Lichtern, sondern war in ein Dunkel gehüllt. Doch nicht nur an der Elbe wurde es schlagartig dunkel, auch an der Spree und am Rhein, sowie international unter anderem an der Themse und der Seine wurde für eine Stunde das Licht ausgeknipst.

Weltweit eine Milliarde Menschen haben sich an der symbolträchtigen Aktion beteiligt und so ein Bekenntnis zum Klimaschutz geliefert. Sehr zur Freude des WWF, der Veranstalterorganisation dieser globalen Aktion: „Die Earth Hour sollte an die Dringlichkeit der Klimakrise erinnern und Druck auf die Politik ausüben“, zitiert die „Hamburger Morgenpost“ Eberhard Brandes, Geschäftsführer von WWF Deutschland. Ein sichtbares Zeichen sei nun gesetzt worden, nun müssen Taten folgen, damit sich langfristig etwas ändere, appellierte auch Greg Bourne, Cheforganisator der “Earth Hour” vom australischen WWF, an die Handlungsträger der Politik.

Damit die „Licht aus!“-Aktion, global als „Earth Hour“ bekannt, nicht zum schnell vergessenen Symbol mutiert, übergibt der WWF heute anlässlich der in Bonn stattfindenden Sitzung des UN-Weltklimarates eine Stimmbox, gefüllt mit den Stimmen von Millionen von Menschen, die sich am Samstag weltweit zum Klimaschutz bekennt haben, an Generalsekretär Yvo de Boer. Das Treffen in Bonn ist das erste in dem Jahr und gilt hinsichtlich des Klimagipfels vom kommenden Dezember in Kopenhagen als sehr wichtig. In der dänischen Hauptstadt soll im Winter ein Nachfolgekontrakt für das Kyoto-Abkommen abgeschlossen werden.

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