Aribert Peters bezichtigt deutsche Stromkonzerne der “Ausplünderung”

Die Preispolitik der führenden Strom- und Gaskonzerne ziele auf eine „Ausplünderung“, die „stärker als je zuvor“ sei, geißelte Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energiverbraucher, das Verhalten großer Energieversorger am Freitag in Bonn. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ existiert für Peters ihn Deutschland kein Wettbewerb. Dieser sei lediglich „Fassade“ und fördere einzig die Machtposition der Energiegiganten E.ON und RWE. Während die beiden Strom- und Gasriesen im Vergleich mit anderen Branchen deutlich höhere Gewinne einheimsen, würden die Verbraucher in Deutschland jährlich Milliarden Euro zu viel für Strom und Gas bezahlen, erklärte Peters wütend.

An der Machtposition von E.ON und RWE sei kaum zu rütteln, bedauert Peters. „Die Strom- und Gaspreise werden weder vom Wettbewerb, noch vom Staat kontrolliert.“ Hingegen würden die beiden Energiekonzerne auf allen Stufen der Erzeugung, Verteilung und des Vertriebs heute eine marktbeherrschende Stellung einnehmen.
Obwohl es bereits zehn Jahre her ist es seit der Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes, gelten auf dem deutschen Energiemarkt noch immer monopolartige Zustände, beschwert sich Peters. Daher bringe auch ein Wechsel oft nicht die gewünschten Einsparungen. „In entscheidenden Punkten sind die Strom- und Gaspreise dem Wettbewerb auch heute noch entzogen. Egal von welchem Anbieter man Strom oder Gas bezieht, der Tribut an die Monopolisten muss entrichtet werden“, zitiert ihn die „ftd.de“.

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