Regelungen zum Emissionshandel führt zu Wettbewerbsverzerrung

Die nun vom Beratungsunternehmen Energy Environment Forecast Analysis (EEFA) vorgelegten Ergebnisse belegen, wovor hiesige Stromkonzerne längst gewarnt haben: Die zum Jahresende von den EU-Mitgliedstaaten gemeinsam beschlossenen Änderungen zum Emissionshandel wird den Produktionsstandort Deutschland im europäischen Vergleich deutlich schwächen. Während Industriestaaten wie Frankreich und Schweden als strahlende Gewinner aus den Verhandlungen hervorgehen, droht deutschen Stromversorgern die geballte Wucht der neuen Beschlüssen. Ab 2013 sind die Betreiber fossiler Kraftwerke nämlich verpflichtet, Zertifikate zu kaufen, schreibt „Das Handelsblatt“ auf seinem Onlineportal. Dabei entscheidet die Art des Kraftwerksparks darüber, welche Werke zur Zertifkationspflicht verdonnert werden und welche von den Neuregelungen nicht betroffen sind.

Stein- und Braunkohlekraftwerke etwa werden in die Pflicht genommen: Und davon hat Deutschland reichlich. Mehr als die Hälfte des Stroms wird darin produziert. Frankreich hingen erfreut sich an den Änderungen, unser westliches Nachbarland produziert über 80 Prozent in Kernkraftwerken, deren Betreiber keine Zertifikate zu kaufen haben.

Eine bittere Schlappe für den Produktionsstandort Deutschland: Die Angst, dass große Industriebetriebe dem Lockruf Frankreichs folgen, geht um. „So könnte es für Unternehmen mit hohem Stromverbrauch durchaus interessant werden, Produktion von Deutschland nach Frankreich zu verlagern“, zitiert „Handelsblatt.com“ den EEFA-Berater Elmar Hillebrand. Französische Stromanbieter könnten zukünftig viel günstiger offerieren, da sie über ganz andere Verhandlungsspielräume verfügen werden, erklärt er. Hillebrand kritisiert dabei die Einschnitte in den europäischen Wettbewerb. „Der Emissionshandel sollte innerhalb Europas wettbewerbsneutral sein. Das ist eindeutig nicht mehr gegeben.“

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