Am Samstag ging der zweitägige Energie-Gipfel in Sofia zu Ende. Was übrig bleibt, ist die gemeinsame Schlusserklärung: Die 28 Teilnehmerstaaten wollen zukünftig eine breitere Diversifizierung auf dem internationalen Erdgasmarkt garantieren. Einig sind sich die Gipfelvertreter darin, dass der Ausbau der Infrastruktur für Erdgas, Pipelines und Terminals beschleunigt werden soll und große Erdgasprojekte im Gebiet des Schwarzen und des Kaspischen Meers sowie in Südosteuropa realisiert werden müssen. Laut einer AFP-Meldung soll das Augenmerk speziell auf die beiden Gasleitungsprojekte Nabucco und South Stream gerichtet werden. Die beiden Mega-Projekte stehen in Konkurrenz zueinander: Während die Nabucco-Pipeline Europa unter Umgehung Russlands mit Gas versorgen soll, plant South Stream, Gas unter Umgehung der Ukraine in den Westen zu pumpen.