EnBW steigt im großen Stile bei der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) ein: Der Karlsruher Energieversorger wird Großaktionär und weitet damit wie geplant sein Gasgeschäft deutlich aus, schreibt „Financial Times Deutschland“ auf ihrem Onlineportal. Das drittgrößte deutsche Energieunternehmen erklärte am Mittwoch, dass EnBW einen Aktienanteil von 49 Prozent kaufen werde. Bisheriger Besitzer war der norddeutsche Versorger EWE.
Über die Kaufsumme äußerte sich EnBW bislang nicht, „ftd.de“ spricht aber unter Berufung auf frühere Medienangaben von 1,2 Milliarden Euro. Damit würden EnBW und die VNG einen der größten Energiedeals der letzten Jahren unter Dach und Fach bringen.
Die bevorstehende Übernahme war absehbar: Immer wieder betonte der baden-württembergische Anbieter in der Vergangenheit, sein Gasgeschäft ausbauen zu wollen. Im Vergleich zu anderen Energieriesen, spielt dieser Bereich bei EnBW eine noch kleine Rolle.