Am Donnerstag gab der Energieriese RWE seine Quartalsbilanz bekannt: Der Versorger konnte in den ersten drei Monaten des neuen Jahres überraschend positive Zahlen verzeichnen, die Bereiche Umsatz und Gewinn etwa stiegen stärker als von Experten prognostiziert. Wie das Verbraucherportal Verivox meldet, kletterten die Erlöse um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 14,5 Milliarden Euro. Einen fulminanten Sprung machte der Gewinn: Er betrug im ersten Quartal mit 1,75 Milliarden Euro fast doppelt soviel wie im Jahr zuvor. RWE hielt aber fest, dass im ersten Quartal des letzten Jahres das Gewinnergebnis von hohen Abschreibungen getrübt wurde.
Der zweitgrößte deutsche Energieversorger kündigte anlässlich der Präsentation seiner Geschäftszahlen an, die Gastarife zum 1. Juli um bis zu 15 Prozent zu senken. Damit tätigt der Essener Anbieter einen Schritt, den Verbraucherschützer schon lange vehement fordern: Da sich die Beschaffungskosten seit Sommer 2008 im Sinkflug befinden, sind sie für die Versorger merklich günstiger geworden. Will der Versorger seine Verpflichtung gegenüber seinen Kunden wahrnehmen, ist die Reduktion des Gaspreises ein nur logischer Schritt. RWE wies aber daraufhin, dass die geplante Preissenkung anfangs Juli bereits die dritte in diesem Jahr sein werde.