Nabucco-Pipeline: Kurdistan als Erdgas-Quelle

Es scheint Schwung in das lange blockierte Milliarden-Projekt zu kommen: Laut einem Bericht von Reuters legte ein Konsortium aus europäischen und arabischen Energiekonzernen am Sonntag ein Vorhaben vor, wonach das Erdgas aus der teil-autonomen irakischen Region Kurdistan in Richtung Westen gepumpt werden soll. Dem Konsortium gehören der österreichische Energiekonzern OMV, die ungarische MOL-Gruppe und Crescent Petroleum sowie Dana Gas aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an.

Der vom Konsortium vorgelegte Plan scheint auch Reinhard Mitscheck zu gefallen: Der Nabucco-Geschäftsführer bezeichnete den Vorschlag als vielversprechend. Trotzdem wolle man am Zeitplan festhalten, stellte Mitscheck gegenüber Reuters klar. 2011 ist Baustart, 2014 soll das erste Gas fließen.

Mit dem Bau der Mega-Pipeline setzt sich die Europäische Union zum Ziel, die Abhängigkeit vom russischen Erdgas zu verringern und sich gleichzeitig mehrere Bezugsquellen zu sichern. Die 3300 lange und acht Milliarden Euro teure Pipeline soll aus der Region vom Kaspischen Meer Erdgas nach Österreich pumpen.

Eine Antwort hinterlassen