Europa: Gazprom strebt Gasmarktanteil von 30 Prozent an

Der russische Staatskonzern Gazprom will auch zukünftig ein gewaltiges Wörtchen auf dem europäischen Gasmarkt mitreden: Wie die russische Informations- und Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, soll der Marktanteil von 25 auf 30 Prozent wachsen.

Die Hoffnungen ruhen dabei in der geplanten Ostsee-Pipeline, die Erdgas von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg an der Grenze zu Finnland bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste pumpen und dabei die Hoheitsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark durchfließen soll. Noch stehen Verhandlungen darüber an, ob der französische Energiekonzern GDF Suez sich ebenfalls an dem Pipeline-Projekt beteiligen wird. Auch ein Engagement der Europäischen Union ist noch fraglich.

Der Startschuss für die Bauarbeiten soll wie geplant im kommenden Jahr fallen. Das Projekt leitet die Nord Stream AG, die zu 51 Prozent Gazprom gehört. Die deutschen Unternehmen BASF und E.ON beteiligen sich mit jeweils 20 Prozent an dem Projekt, der niederländische Gasversorger Gasunie mit neun Prozent.

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