NABUCCO: Gas aus dem Irak ?

Das europäische Gaskonsortium NABUCCO will Gas aus dem Irak beziehen, um die Abhängigkeit von russischen Quellen zu verringern.
Allerdings wird noch darüber gestritten, wer das Gas einspeisen wird.

Vertrag & Pipeline

Insgesamt soll die über 3000 Kilometer lange Pipeline neun Miliarden Euro kosten, davon übernimmt die EU-Kommission rund 250 Millionen Euro. Langfristig soll NABUCCO 31 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich nach Europa pumpen. Anfangs werden 10 Milliarden Kubikmeter gebraucht. Noch ist das NABUCCO-Konsortium auf der Suche nach potenten Lieferanten.Energiekommissar Piebalgs kündigte an, dass die zwischenstaatliche Vereinbarung für den offiziellen Start von NABUCCO Mitte Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara unterzeichnet werden sollen. Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien wollen mit dem EU-Beitrittskandidaten Türkei entsprechende Verträge unterzeichnen. Die Türkei ist das wichtigste Transitland für die Gaspipeline Nabucco, die bis 2013 fertig sein soll. Die Türkei erhofft sich von ihrem Teilnahme an NABUCCO auch neuen Schwung für die stockenden Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union.

Streitfrage Gasfeld

Der Chef von NABUCCO, Reinhard Mitscheck, präsentierte seinen Plan, zusammen mit arabischen Energiekonzernen Gas aus dem kurdischen Norden des Iraks nach Europa zu importieren. Damit soll die transkontinentale Pipeline NABUCCO gespeist werden, die von 2014 an Gas aus nicht-russischen Quellen nach Europa liefern soll. Einen Tag nachdem das Projekt mit der teil-autonomen kurdischen Region verkündet wurde, machte die irakische Zentralregierung dem europäischen Gaskonsortium einen Strich durch die Rechnung.
Das Gas könne zwar aus dem Irak kommen, hieß aus Bagdad, es dürfe aber nicht aus kurdischen Quellen im Norden stammen, sondern müsse auf dem Gasfeld Akkas im Süden des Landes gefördert werden

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