Gas ist preislich an das Öl gebunden, deshalb ist es nie lange günstig. Die Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis haben das erkannt und wollen jetzt anstatt Gas einfache Holzpallets verfeuern.
evorzugt wolle man dabei auf Holz aus heimischen Wäldern zurückgreifen und möglichst Anbieter aus Südthüringen und Franken nutzen.
Die Idee
Etwa 60 Lkw-Fuhren zu je 80 Kubikmetern Holzhackschnitzeln pro Jahr wird das Heizwerk nach seiner Umstellung als Rohstoff benötigen. Der größte Teil der Wärme wird mit einem Biomasseheizkessel erzeugt werden. Angeschlossen an das Inselheizwerk in der Hufelandstraße sind fünf Wohnblocks mit insgesamt 160 Wohnungen. “Erste Untersuchungen dazu haben wir schon 2004 angestellt”, sagt Geschäftsführer Reinhard Koch. “Zum einen, weil die Preisentwicklung bei immer knapper werdendem Öl und Gas auf dem Weltmarkt nicht abzusehen ist und zum anderen, weil wir als kommunales Unternehmen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.”
Das Projekt
Die Kosten für das Pilotprojekt auf dem Döllberg beziffert Koch auf rund 700 000 Euro. Die Arbeiten zur Umrüstung des Inselheizwerkes sollen im kommenden Frühjahr beginnen, so dass die neue Anlage rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode 2010/11 zur Verfügung steht. Neben dem Einbau der eigentlichen Heizung muss dazu an dem vorhandenen Gebäude ein unterirdischer Bunker zur Einlagerung des Brennmaterials gebaut werden. Daraus werden die Holzhackschnitzel über einen Schubrostboden mit Fördertechnik vollautomatisch zum Heizkessel transportiert. Der Kessel ist für eine thermische Leistung von rund 800 Kilowatt ausgelegt. Ein zusätzlich eingebauter Pufferspeicher soll Verbrauchsschwankungen besser ausgleichen.