Handyanbieter im Gasgeschäft

Der Hamburger Handydiscounter blau.de will künftig im Gas- und Stromversorgungsgeschäft mitmischen. Unter dem Label „blux.de“ sollen die Energieprodukte vertrieben werden.

Martin Ostermayer, Gründer und Geschäftsführer von blau.de, sagt man habe sich nach neuen Märkten umgesehen, die die gleichen Gesetzmäßigkeiten hätten wie die Mobilfunkbranche. Der Energiemarkt würde sich momentan so verhalten wie der Mobilfunkmarkt vor 5 Jahren. Es gibt zu wenige Anbieter. Dadurch wird der Markt starr und der Verbraucher hat das Gefühl, zu viel zu bezahlen.

Für die neuen Energieprodukte soll die Angebotsstruktur von den Mobilfunkangeboten übernommen werden. Auch bei Gas und Strom wird es keine Vertragslaufzeiten oder versteckte Kosten geben. Genau so wenig wird der Kunde mit Paketpreisen oder Mindestverbrauch verwirrt.

Als Vorbild nimmt sich blau.de eprimo, eine Tochterfirma des Energieriesen RWE, die Billigstrom anbietet. Dort bezieht auch blau.de sein Gas und seinen Strom, welche dann lediglich weitervermarktet werden. So muss das Unternehmen keine eigenen Energienetze aufbauen oder Kraftwerke betreiben. Ähnlich macht es der Anbieter bereits bei Mobilfunkverträgen. Dort wird das Netz des Partners E-Plus genutzt. Der Ökostrom hingegen kommt aus österreichischen Wasserkraftwerken.

Prognosen will das Unternehmen noch nicht abgeben. Auch Umsatzziele wurden noch nicht formuliert. Man orientiert sich jedoch auch hier am Mobilfunkgeschäft, bei dem Discounter rund 17 Prozent des Marktanteils unter sich ausmachen. Auch auf dem Energiesektor hält Martin Ostermayer diese Zahl für realistisch.

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