Schwarze Zukunft für Energieversorger ?

Der Managementberatungs- Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture hat in Zusammenarbeit mit der Jacobs University Bremen die Entwicklung von 212 Energieversorgern in Deutschland, Österreich und der Schweiz über neun Jahre hinweg beobachtet. Zusätzlich wurden 105 Führungskräfte aus der Branche nach Faktoren für zukünftigen Erfolg befragt. Das Ergebnis der Studie deutet an, dass jeder dritte Energieversorger nicht fit für die Zukunft ist.

Besonders betroffen sind kleinere Unternehmen, diese hatten mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen. Zum erstenmal seit Beginn der Studie (1999) liegen die Gewinne der kleinerern Versorger deutlich hinter denen der großen zurück. Zwischen 2005 und 2007 hatten die kleineren Energieversorger mit weniger als 300 Mitarbeitern einen Rückgang von mehr als fünf Prozent zu verzeichnen.

Vorteile kleinerer Versorger liegen laut Michael Nolte, Geschäftsführer des Bereichs Energieversorgungswirtschaft bei Accenture, in der Geschwindigkeit, Marktnähe und Innovationskraft. Diese Vorteile müssen genutzt werden um Wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zur Zeit seien die Unternehmen zumindest finanziel noch flexibel. In kommenden Jahren wird der Investitionsbedarf allerdings steigen, eine Folge neuer technischer Entwicklungen. „Wir rechnen damit, dass es nicht zuletzt infolge sinkender operativer Cashflows bei gleichzeitig steigendem Finanzierungsbedarf in den kommenden Jahren zu weitaus kleineren Handlungsspielräumen bei den Gewinnausschüttungen kommt“, sagt Prof. Dr. Andreas Bausch, Professor für Strategische und Internationale Unternehmensführung and der Jacobs University Bremen. Zwischen 1999 und 2007 waren die Gewinnausschüttungen hingegen noch gestiegen.

Laut Aussagen der Versorger selbst, liegen dir Größten Probleme zur Zeit im Fachkräftemangel, dem Gaspreis, der Wechselbereitschaft im Industriemarkt, dem Preiswettbewerb und im Zusammenschluss zu Netzwerken.

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