Der VW-Konzern und der Energieversorger Lichtblick wollen in Zusammenarbeit für einen frischen Wind in der Energieversorgungsbranche sorgen. In Privathäusern sollen Minikraftwerke aufgestellt werden die sich zu virtuellen Kraftwerken zusammenschliessen lassen.
Das Prinzip richtet sich vor allem an Haushalte, die sowieso in nächster Zeit ihre Heizalnagen auswechseln wollen. Wenn es nach Lichtblick und VW geht, entscheiden sie sich dann gegen eine herkömmliche Anlage und lassen ein Minikraftwerk einbauen. Dem Kunden entstehen dabei nur Kosten in Höhe einer Einbaugebühr von 5.000 Euro. Für weitere 20 Euro monatlich übernimmt Lichtblick dann alle weiteren Kosten für Wartung und Reparatur.
Das Minikraftwerk wird mit Erdgas betrieben und produziert Strom. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die Abwärme, die bei der Energieerzeugung entsteht, wird genutzt um das Haus zu heizen. Dabei muss der Kunde nur die genutzte Wärme bezahlen und nicht das Gas. Zusätzlich wird der Verbraucher noch zu einem Teil an dem Erlös des Stroms beteiligt.
Im Jahr 2010 sollen rund 100.000 dieser Anlagen verbaut werden. Diese Menge reicht aus um zwei große Atomkraftwerke zu ersetzen. Der Energieversorger Lichtblick betreut zur Zeit rund 550.000 Kunden. In den nächsten Jahre sollen es zwei Millionen werden. Für Volkswagen, der die Motoren für die Kraftwerke liefert, entpuppt sich diese Kooperation als Zusatzgeschäft, das dabei Hilft rund 300 Arbeitsplätze zu sichern.