Russland und Ukraine verhandeln über neuem Gas-Abkommen

Die Ukraine und Russland führen Verhandlungen über ein neues Gas-Abkommen. Am Freitag möchte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bei seinem Besuch die Regierung in Moskau davon überzeugen, dass sie die Gaspreise senken sollen. Seitdem er in der vergangenen Woche sein Amt angetreten hat, ist es seine zweite Auslandsreise.

Einem Pressebericht zufolge strebt die Ukraine ein neues Gas-Abkommen mit Russland an. Die russische Zeitung „Kommersant“ berichtete davon, dass der ukrainische Präsident die Senkung der Gaspreise bei seinem Besuch in Moskau verhandeln möchte. Als Gegenangebot soll Russland 33 Prozent an einem Konsortium erhalten, dass zukünftig das ukrainische Pipeline-System betreiben soll. Das Blatt zitierte einen Vertrauten des ukrainischen Präsidenten damit, dass 450 Dollar für 1000 Kubikmeter viel zu hoch und ungerecht sei.

Der Präsident der Ukraine will ein Gaskonsortium unter der Beteiligung von Unternehmen aus Russland und der EU aufbauen. Diese sollen die Pipelines betreiben, aber nicht besitzen. Nicht nur der Preis macht dem Land Sorgen, sondern auch die Entscheidung Russlands, das Gas in der Zukunft über Pipelines durch die Ostsee und das Schwarze Meer nach Westeuropa zu leiten. Denn durch werden die Einnahmen für den Transit deutlich sinken. Außerdem drängt die EU das Land dazu, dass sie die Infrastruktur und das Management im Gas-Sektor modernisieren. Vor gut einem Jahr hatten die Zahlungsschwierigkeiten des wichtigsten Transitlandes für russisches Gas Westeuropa wochenlang von der Energiequelle abgeschnitten.

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