BP hat im Golf von Mexiko einen Haufen Geld versenkt. Wie hoch sich der finanzielle Schaden für das Unternehmen beziffert, ist noch nicht absehbar.Seit sieben Wochen strömt Öl aus der infolge des Sinkens der Plattform „Deepwater Horizon“ geborstenen Pipeline, und nach dem fehlgeschlagenen Verfahren „Top Kill“, bei dem Schlamm ins Leck eingespritzt wurde, schafft es BP seit letzter Woche, einen Teil der austretenden Öl- und Gasmengen mit einer Absaugglocke aufzufangen – „Top Cap“ heißt diese Operation – und auf ein Schiff umzuleiten. Allein, das Problem ist noch nicht vollständig gelöst, und noch immer fließt Öl ins mehr, und bislang wurde nur ein kleiner Teil der Rohstoffe auf das Schiff umgeleitet. Bereits jetzt schlägt die Havarie mit Zahlungen in Milliardenhöhe zu Buche.
Ein teures Unglück
Die 1,25 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen allein für die unmittelbare Bekämpfung des Desasters auf den Tisch hat legen müssen, stelle noch nicht das Ende der Fahnenstange dar. Noch Monate wird es wohl dauern, bis die direkten Umweltschäden behoben sind, danach muss man sich wohl noch auf weitere Kosten einstellen, zum Beispiel auf Grund sehr wahrscheinlicher Schadenersatzforderungen. So zahlt BP bereits 40 Millionen US-Dollar an Fischer im Golf von Mexiko, die finanziell unter den Folgen der Ölpest zu leiden haben – eine Summe, derentwegen US-Präsident Barack Obama das Unternehmen der Kleinlichkeit zeiht. Insgesamt sind es rund 40000 Klagen, denen sich der Konzern gegenübergestellt sieht. Seitens des Konzerns versucht man durch den Verweis auf die bisherige Geschichte der Krisenbewältigung des Konzerns die Aktionäre zu beruhigen; allerdings stößt man dabei noch auf Skepsis.