Es ist eine schlimme Katastrophe, was sich durch das Sinken den Ölbohrplattform Deepwater Horizon ereignet hat. Eine Katastrophe für die Angehörigen der bei dem Brand und der Explosion umgekommenen Arbeiter, eine Katastrophe aber auch für die Umwelt. Mehrere hundert Millionen Liter Öl sind seit dem Unglück ins Meer geflossen. Doch „Unglück“ ist vielleicht ein in die Irre führender Begriff, denn nicht nur Pech war es, das die Plattform zum Sinken brachte und anschließend die Umweltkatastrophe auslöste – es war wohl vor allem auch (zumindest deutet momentan vieles darauf hin) Unvermögen seitens BP, Unvermögen oder, präziser: Fahrlässigkeit. Man hätte die Havarie also vermutlich vermeiden können. Nun ist das Kind natürlich im Brunnen und man muss sehen, was man mit der Situation anstellt. Die Fischer vor Ort haben Probleme, weil die Umwelt durch das Desaster verseucht ist, Obama hat Probleme, da sowohl sein Vorgehen gegen die Ölindustrie einerseits der Energielobby ein Dorn im Auge ist, und er andererseits Schwierigkeiten hat, etwas gegen die Umweltsauerei zu tun, da er an BP gebunden ist: ausgerechnet das für die Katastrophe verantwortliche und sich bei der Schadensbehebung so unfähige Unternehmen ist die einzige Instanz, die irgendwie das Know How besitzt, etwas zu unternehmen. Der Mann hat also ein großes Problem.
Selber schuld?
Ein Bericht auf DiePresse.com legt nahe, BP sei vor allem selbst für das Unglück verantwortlich, indem der Konzert durch Einsparungen bei Bau versucht hat, ein paar Euro einzusparen, was anscheinend in erheblichem Maße die Sicherheit auf der Plattform beeinträchtigte. In der Folge der durch die Schlampereien beim Bau der Plattform begünstigten Katastrophenkette starben elf Arbeiter; die Folgen für die Umwelt sind noch nicht absehbar.