Ende der Ölpest?

Die Explosion und der Untergang der Plattform „Deepwater Horizon“ hat eine riesige Umweltkatastrophe verursacht. Möglicherweise ist mittlerweile das Gröbste überstanden. Vor mehr als einem Vierteljahr ist die Bohrinsel mit dem Namen „Deepwater Horizon“ nach einer Explosion untergegangen, was eine Katastrophe nach sich zog, die sich leicht hätte vermeiden lassen können. Doch der allzu laxe Umgang mit der Sicherheit hat nicht nur mehrere Arbeiter ihr Leben gekostet, sondern auch die größte Ölpest der Geschichte mit sich gebracht. Da das Sicherheitsventil nicht ordnungsgemäß abschloss, strömten im Golf von Mexiko Unmengen Öls in die See. Die Katastrophe lässt sich auf eine Reihe vermeidbarer Fehler zurückführen, aber auch in der Bekämpfung der Folgen unterliefen zahllose Pannen. Die zuerst eingesetzten Tauchroboter vermochten nur ein kleines Leck abzudichten und dafür zu sorgen, dass ein Bruchteil der austretenden Menge auf ein Schiff gepumpt werden konnte. Eine Säge blieb im Rohr stecken, die Methode „Top Kill“, bei der Schlamm eingespritzt wurde, scheiterte; der nachfolgende Versuch, der „Top Cap“ getauft wurde, machte sich eine Auffangglocke zunutze, die aber auch nur einen Teil des austretenden Öls und Gases aufs Schiff umleiten konnte. Nun scheint es, als sei „Static Kill“ die erfolgversprechendste Methode; die Praxis jedenfalls, die möglicherweise das Ende des austretenden Öls ermöglicht hat. Zumindest besteht momentan der Eindruck, als habe das Einspritzen von Bohrschlamm und Zement das Loch geschlossen. Doch bereits im Juli hatte man das Ende der Krise verkündet, nur um dann vier Tage später festzustellen, dass noch immer Öl austrat. Die Folgen für die Umwelt sind allerdings noch nicht absehbar.

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