Moderne Herde sind ja schick, aber beim Kochen können sie manchmal trotz tollem Design, vieler Stufen und superleicht zu reinigender Glasplatte nicht wirklich überzeugen. Kaum verwunderlich, dass sich eigentlich die gesamte Profikochriege auf Gas verlässt. Denn mit dem altmodisch anmutenden Gasherd kann man viel präziser schmoren, braten und köcheln und das Ergebnis wird dementsprechend ein größerer Genuss.
Angebrannt oder nicht durch
Elektroherde sind unflexibel. Einmal auf Temperatur gebracht brauchen sie recht lang um diese wieder herunterzufahren oder spontan wieder zu erhöhen. Am Beispiel Pfannkuchen kann man das ganz gut verdeutlichen. Gießt man den Teig in die Pfanne, sollte sie eine möglichst hohe Temperatur haben, damit der Teig schnell stockt und außen fest wird. Danach jedoch muss auch das Innere garen und das geht nur, wenn ein wenig Zeit dafür bleibt, möglichst ohne, dass die Außenseite komplett verbrennt. Dreht man nun den Elektroherd runter, ist der Pfannkuchen schon angebrannt, bevor der Herd reagiert. Beim nächsten Exemplar ist die Pfanne dann wieder zu kalt und es dauert zu lang sie wieder heiß zu bekommen.
Alternative Induktion
Der Gasherd, dessen Flamme man im Nu groß- und kleinregeln kann und der sofort die entsprechende Wirkung auf das Kochgut hat, bekommt allerdings seit einiger Zeit ernsthafte Konkurrenz. Mit dem Induktionsherd ist technisch das Gleiche möglich. Auch hier kann man im Nu heiß und kalt steuern und das ganz ohne Feuer, heiß werdende Oberflächen und Gefahr durch Gasflaschen. Allerdings kann er in einer Hinsicht trotzdem nicht mithalten und das ist gerade für leidenschaftliche Amateurköche das wichtigste Argument: Nichts hat so viel Romantik, wie das Zischen und die Flammen eines Gasherds.