Die Verwendung von Gas im Haushalt

Spricht man von Gas im Haushalt, ist in den meisten Fällen wohl Erdgas gemeint, mit dem mittlerweile auch der komplette Energiebedarf eines modernen Hauses abgedeckt werden kann. In den sogenannten Erdgas-Komfort-Häusern wird das Gas vielfältig angewandt. Doch nicht allein Wärme und Strom werden über Gase generiert – in unseren Haushalten gibt es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten. Die wichtigsten haben wir hier aufgelistet.

Gas zum Heizen

Im Gegensatz zur gängigen Nachtspeicher- oder Ölheizung, wird die Gasvariante als sparsam und umweltfreundlich angesehen. Das ist auch der Grund, warum es gleich mehrere Förderprogramme gibt, die die Um-/Aufrüstung eines alten Heizungssystems auf Gas mit finanziellen Mitteln unterstützten. Heizt man mit Erdgas, braucht man vor allem auch keine Speicherkapazitäten, wie sie für die Ölheizungen immer noch nötig sind. Mit der Lagerung von Heizstoffen muss sich der Besitzer einer Erdgasheizung also nicht mehr herumschlagen. Außerdem gilt die Verbrennung von Erdgas als wesentlich umweltschonender, weil die Schadstoff-Emission vergleichsweise gering ist. Was die Preise für Erdgas angeht, kann man einen Gasvergleich im Internet anstellen, um den jeweils günstigsten Anbieter für die Region zu finden.

Gas als Beleuchtung

Eine sogenannte Leuchtstofflampe ist eine Gasentladungsröhre, deren Innenseite mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet ist. Im Gegensatz zu Leuchtröhren, die man aus diversen urbanen Fußgängerzonen kennt, besitzt sie erhitzende Kathoden, die wiederum die Elektronen durch Glühemission emittieren. Das verwendete Gas, mit dem der Glaskörper befüllt wird, ist meistens Quecksilberdampf, damit Ultraviolettstrahlung emittiert und in sichtbares Licht umgewandelt werden kann. In einigen Fällen wird dem Quecksilberdampf auch noch das Gas Argon, das häufigste auf der Erde vorkommende Edelgas, beigemischt.
Früher gab es auch Gaslampen, die brennbares Gas verwendeten, um Licht zu erzeugen. Zudem gab es damals noch das sogenannte Stadtgas, das durch Rohrleitungen in die Haushalte gelangte.

Gas zum Kochen

Der Gasherd wird auch heute noch von vielen professionellen Köchen bevorzugt. Der große Vorteil eines solchen Herdes ist die direkte Energienutzung. Sobald sich die Gasflamme entzündet, kann auf den Punkt genau gegart werden, ohne dass zusätzlich Energie für das Vorwärmen der Herdplatte verbraucht wird. Auch gibt es logischerweise keine Nachwärme, durch die zusätzlich Energie ungenutzt verloren geht. Im Vergleich mit einem Elektroherd ist die Gasvariante also effektiver, genauer und meistens auch umweltfreundlicher. Ein Profi-Koch kann mit einem Gasherd sekundengenau Speisen garen. Auf einem Gasherd können außerdem die traditionell geformten Woks verwendet werden.
Es gibt allerdings auch ein paar Nachteile. Natürlich ist ein Gasherd durch die offenen Flammen mit einem größeren Risiko verbunden und die Griffe, die bei den meisten Kochtöpfen an der Seite angebracht sind, werden sehr schnell heiß. Und nicht zuletzt sind sehr niedrige Temperaturen bei einem Gasherd nicht oder nur schwer einstellbar.

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